Artikel vom 07.01.2020

Kleinschuld macht auch Mist: Zahlen statt ignorieren, Bonität schützen



Plötzlich ist da, der negative Schufa®*-Eintrag. Winzigkeiten genügen - wie eine vergessene Rechnung. Oder Rundfunkgebühren, weshalb jetzt die Pfändung ins Haus flattert. 3,5 Millionen Mahnverfahren und Vollstreckungsverfahren zählte der Beitragsservice bis Ende 2018 allein deswegen. Bläuaugig in den Negativscore? Muss nicht sein.

Nur ein paar Rundfunkgebühren ...

... das kann doch nicht so wichtig sein, das hat Zeit. Irrtum: Oft laufen über Monate hohe Rückstände, nicht selten dreistellige Beträge, auf. Zum Beispiel in studentischen Wohngemeinschaften, wo jeder der Meinung ist, dass sich der andere schon kümmert. An welchen Adressen Beiträge ausstehen, hat der Beitragsservice per Datenabgleich jedoch genau im Fokus - und die Daten der Insolvenzgerichte sind öffentlich im Netz einsehbar. So hat auch die Schufa®* Kenntnis - und der Bonitätsscore nimmt Schaden. Fatal für Studierende, die sich auf der Suche nach der späteren eigenen Wohnung als zahlungsfähig und -willig präsentieren möchten.

Öffentliche Gläubiger treiben konsequent ein

Wie viele öffentliche Gläubiger sind auch die Rundfunkanstalten sehr konsequent im Eintreiben von Rückständen. Wird per Feststellungsbescheid erinnert, ist sofort zu zahlen oder der Forderung innerhalb Monatsfrist zu widersprechen. Bei Ignorieren droht Zwangsvollstreckung. Ähnlich das Handling von Schulden beim Arbeitsamt: Zwar kooperiert dieses nicht mit der Schufa®*, aber zahlen Sie nicht, wird die Schuld eventuell tituliert - und findet so Eingang ins öffentliche Schuldnerverzeichnis.

Smartphone genügt als Empfänger

17,50 Euro Rundfunkbeitrag pro Monat - Peanuts mit großer Wirkung und erhoben für jeden Wohnsitz, auch das Zimmer im Studentenwohnheim. Ob ich Radio und Fernsehen nutze, ist unerheblich. Schon ein Autoradio, sogar das Handy zählen als Empfangsgeräte. Teilen sich mehrere Studies eine abgeschlossene Wohneinheit, fällt der Beitrag nur einmal an - aber irgendjemand muss ihn zahlen bzw. sich beim Beitragsservice anmelden. Sie beziehen BAföG? Dann können Sie sich, ebenso wie Bezieher geringer Einkommen, von den Rundfunkgebühren befreien lassen.

Kopf raus aus dem Sand, aktiv werden!

Der Beitragsservice warnt davor, die Sache laufen zu lassen. Schließlich ist man dort verpflichtet, beim Eintreiben von Forderungen den Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten auszureizen. Nachträglich verhandeln? Ist, abgesehen vom Angebot der Ratenzahlung, nicht möglich. Es gilt also, negative Schufa®* Einträge zu verhindern. Kleinigkeiten zu übersehen, wird teuer. Wie die ungeöffnet geschredderte Mahnung oder die hässlichen, voluminösen Inkasso-Briefe, die Sie ebenfalls gar nicht erst aufgemacht haben. Kümmern Sie sich - direkt: Bezahlen Sie die offene Rechnung. Betrag zu hoch? Suchen Sie direkt Kontakt mit dem Gläubiger und bitten Sie um Ratenzahlung - um dann den Zahlungsplan konsequent zu bedienen. Zweifel, dass Ihr Gläubiger darauf eingeht? Unbegründet - in den meisten Fällen kommt Ratenzahlung für ihn günstiger als ein aufwändiges Mahnverfahren.

Dranbleiben - auch wenn Forderungen unberechtigt sind

Jemand verlangt unberechtigt Geld von Ihnen? Hier gilt dieselbe Regel: Aktiv werden, direkt Widerspruch einlegen, Forderung bestreiten und begründen, warum Sie nicht zahlen. Der Gläubiger schickt unbeirrt Rechnung um Rechnung? Leider müssen Sie auch dann dranbleiben, bis die lästige Forderung unbestritten ist. Denn nur eine solche darf in der Schufa®* als Negativeintrag vermerkt bzw. an die Schufa®* gemeldet werden. Falls dies doch passiert, hat die Auskunftei den Eintrag zu löschen. Was die Schufa®* gespeichert hat, lässt sich durch einen Antrag auf Selbstauskunft erfahren.

Jetzt Schufa®* in Ordnung bringen

Bestehen Schulden schon länger, ist der Negativeintrag sehr wahrscheinlich vorhanden - und bleibt auch nach Begleichung für einen festgelegten Zeitraum sichtbar. Zahlen Sie trotzdem, denn die Schufa®* setzt einen Erledigungsvermerk, was sich per se bereits positiv auswirken kann. Verhindern dagegen lassen sich Einträge nur durch fristgerechtes Zahlen bzw. Reagieren. Leider registriert die Schufa®* auch geringfügigste Schulden, weil Gläubiger oft schon zweistellige Eurobeträge melden - ihr gutes Recht. Langfristig zahlt es sich also aus, Ordnung in seine Schufa®* zu bringen. Beginnen Sie damit, negative Einträge zu vermeiden. Fazit: Noch geht es um wenig - zahlen Sie, damit dies so bleibt.


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