Artikel vom 03.04.2019

Verbraucherumfrage: Sind Auskunfteien besser als ihr Ruf?



Auskunfteien im Feuer der Kritik: Unfaire Bewertungen, intransparentes Scoring, immer wieder fehlerhafte Daten. Jetzt hält eine aktuelle Erhebung der Auskunftei Creditreform Boniversum dagegen: 80 Prozent der durch Auskunfteien genutzten Daten seien korrekt - und Verbraucher prinzipiell aufgeschlossen für eine Prüfung ihrer Bonität.

Creditreform Boniversum: Trends auf der Spur

Was denken Verbraucher tatsächlich? Das wollte Creditreform Boniversum mit Hilfe seiner aktuellen, repräsentativen Umfrage "Bonitätsprüfungen & Selbstauskunft" herausfinden. Die Auskunftei zählt seit 1997 zu den führenden Anbietern von Bonitätsinformationen über private Verbraucher und bietet modulartige Risikomanagementlösungen - für Versandhändler, Onlineshops, Banken und Versicherungen sowie Touristikunternehmen und Wohnungsgesellschaften. Und führt regelmäßig - in Kooperation mit diversen Instituten - Studien und Umfragen durch. Das Ziel: Trends erkennen - und Entwicklungen im Verhalten von Verbrauchern und Schuldnern sowie beim Thema Kredit fundiert vorhersagen. Denn nur anhand aktueller, valider Bonitätsdaten sind nicht zuletzt Händler im Digital Commerce in der Lage, kosten- und zeitsparend zu entscheiden.

Online-Umfrage: 80 Prozent der Daten korrekt

Jetzt befragte Boniversum 1.004 Personen zwischen 18 bis 69 - mit erfreulichem Ergebnis: 80 Prozent der Befragten bezeichneten die durch Auskunfteien verwendeten Daten als korrekt. Nur fünf Prozent beklagten veraltete oder inkorrekte Adressinformationen, drei Prozent veraltete, falsche persönliche Daten. Dabei ist ganzen 93 Prozent der Verbraucher klar, dass bei Kredit- und Finanzierungsanfragen online und bei der Bank vor Ort, im Online-Einkauf, bei Versicherungsabschluss oder vor Vertrag mit dem Stromanbieter ihre Bonität geprüft wird. Hierbei wird die Prüfung der Kreditwürdigkeit durch die Hausbank von 88 Prozent positiv gesehen. Mit 87 Prozent begrüßen diese fast ebenso viele bei Kredit- oder Finanzierungsanfrage im Netz. Auch bei Checks durch Stromlieferanten oder Mobilfunkanbieter gibt man sich recht aufgeschlossen. Etwas geringer fällt das Verständnis beim Abschluss von Versicherungen (60 Prozent) und beim Online-Shopping aus (59 Prozent).

Recht auf Selbstauskunft nutzen? Nur 31 Prozent tun das

Wie klar ist Verbrauchern, dass sie "durchleuchtet" werden? Sehr klar: 69 Prozent der Befragten haben die Prüfung ihrer Bonität wenigstens einmal bewusst registriert. Sogar 85 Prozent der Befragten war ihr Recht bekannt, bei jeder Auskunftei ohne Unterschied eine kostenlose Selbstauskunft zu ordern - für einen Überblick über dort gespeicherte Daten und den Bonitätsscore. Direkt damit verknüpft, wissen 81 Prozent, dass inkorrekte persönliche Daten negativen Einfluss auf die Bonität nehmen können. Allerdings gab eine Mehrheit von 62 Prozent an, bei der Prüfung der Bonität noch nie Probleme gehabt zu haben. Gab es Schwierigkeiten, dann überwiegend bei Kredit- oder Finanzierungsanfragen bei Geldinstituten vor Ort (35 Prozent), im Internet (34 Prozent) oder beim Onlineeinkauf (33 Prozent) - hier wurden Kreditanfragen oder der Kauf auf Rechnung abgelehnt. Etwas unverständlich scheint: Die meisten wissen, dass sie ihre Bonitätsdaten prüfen und falsche Daten korrigieren lassen können. Trotzdem haben nur 31 Prozent von der Option der Selbstauskunft überhaupt Gebrauch gemacht. Und dies zu 96 Prozent bei der Schufa, während Creditreform Boniversum mit gut sechs Prozent auf Platz 2 rangiert.

Knapp ein Drittel: Daten freiwillig liefern, falls dann der Score steigt

Überraschend auch: Lediglich 26 Prozent wissen, dass neben der Schufa noch weitere Auskunfteien existieren. Dennoch kommt Bewegung in die Bereitschaft, sich mit der Pflege des eigenen Datensatzes zu beschäftigen. Ralf Zirbes von der Creditreform stellt fest: Ja, der Deutsche ist zögerlich, wenn es darum geht, persönliche Daten zu enthüllen. Aber nicht um jeden Preis, denn richtig ist auch: Über 63 Prozent der Befragten würden ihre Daten freiwillig zur Verfügung zu stellen - wenn sich dadurch ihre Chancen, eigene Bonität und Score positiv zu beeinflussen, verbesserten. Dennoch: Bei der Bereitschaft dazu und dem Interesse an der eigenen Selbstauskunft ist durchaus noch Luft nach oben!

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