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Artikel vom 16.02.2015

Negative SCHUFA®*-Auskunft - viel Wege erschwert oder verbaut



Bei all den Diskussionen und gerichtlichen Auseinandersetzungen zum Thema SCHUFA®*, deren Berechnungsformel und zur fehlenden Transparenz bleibt nach wie vor die Auskunft der Wirtschaftsauskunftei entscheidend für viele Bereiche des täglichen Lebens: Kaum ein Vertragsabschluss ist möglich, ohne dass eine SCHUFA®*-Auskunft zu Rate gezogen wird. Gibt es einmal negative Einträge, wird es sehr schwer, am normalen wirtschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Selbstauskunft kann ein wichtiges Instrument sein, um effektive Prävention zu betreiben.

SCHUFA®*-Berechnungsformel bleibt ein Geheimnis

Auch wenn es Appelle aus den verschiedensten Kreisen gibt, die Formel, nach der die SCHUFA®* aus den vielen Informationen und Daten in ihrem Bestand einen branchenspezifischen Scoring-Wert berechnet, bleibt geheim. Klar ist nur, dass für einen Telefonanbieter andere Daten wichtiger sind, als dies beispielsweise für eine Bank der Fall ist: Der Telefondienstleister will mit Sicherheit wissen, ob der betreffende Verbraucher regelmäßig seine Wohnanschrift ändert, die Bank interessiert sich mehr für das Zahlungsverhalten, laufende Kredite und Kontoverbindungen. Die SCHUFA®* trägt also mit ihren Formeln den einzelnen Branchen Rechnung - auf welche Weise auch immer.

SCHUFA®*-Auskunft als Vertragsbedingungen

Klar ist aber auch, dass in Deutschland kein Vertrag zu erhalten ist, ohne dass eine Information an die SCHUFA®* geht, in vielen Fällen ist eine saubere SCHUFA®*-Weste sogar Voraussetzung. Die vielen Dienstleister, die für günstigere Strom-, Gas- oder auch Telefon-Tarife werben und mit riesigen Ersparnissen locken, werden keinerlei Bemühungen unternehmen, wenn es negative Einträge bei der Wirtschaftsauskunftei gibt. Für die Betroffenen verschärft diese Vorgehensweise die Situation: Insbesondere in finanziell kritischen Zeiten wären sie auf günstige Versorgungsverträge angewiesen, die sie aber wegen der negativen Auskunft nicht erhalten. Sie müssen also deutlich mehr bezahlen, als dies bei einer positiven Auskunft der Fall gewesen wäre - obwohl sie damit ihre Situation noch verschärfen.

Selbstauskunft zur Krisenvorbeugung

Die Möglichkeit, jährlich eine kostenlose Selbstauskunft zu erhalten, sollte also schon aus diesem Grund genutzt werden: Böse Überraschungen beim Wechsel von Versorgungsdienstleistern lassen sich ebenso vermeiden wie bei der Suche nach einem Kredit, beim Wunsch nach Teilzahlung oder anderen Transaktionen. Schließlich muss nicht das eigene Zahlungsverhalten Ursache für einen negativen Eintrag sein, es kommt trotz aller Bemühungen auch immer wieder zu Verwechslungen in der SCHUFA®*-Datenbank. Mit wenig Aufwand lässt sich die Auskunft anfordern, um alle Daten und Informationen einem Abgleich unterziehen zu können. Naturgemäß dauert diese Selbstauskunft etwas länger, die kostenpflichtigen Exemplare werden eindeutig schneller bearbeitet. Ebenso langsam läuft die Korrektur ab, Hartnäckigkeit zahlt sich aber aus.

Konsequente Überwachung - Fehler vermeiden

Es ist also Eigeninitiative gefragt, um die Qualität der Bonitätsauskunft und damit den eigenen finanziellen Spielraum zu überwachen. Dass Fehler passieren können, ist sicher verständlich. Allerdings haben die Verwechslungen, nicht ausgeführten Löschungen oder Falscheintragungen bei der SCHUFA®* eine enorme Auswirkung auf die wirtschaftliche Existenz der Verbraucher. Mit einer kostenlosen SCHUFA®*-Auskunft, die jedem Verbraucher einmal pro Jahr zusteht, können zumindest alle Möglichkeiten der Prävention ausgenutzt werden. Stetiges Kontrollieren und bei Bedarf auch Korrigieren kann größere Probleme verhindern. Sollte es negative Einträge geben, müssen diese drei Jahre nach Abschluss der Angelegenheit gelöscht werden, gerade hier empfiehlt sich die konsequente Überwachung, um sich wieder alle Möglichkeiten am Markt eröffnen zu können.


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