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Artikel vom 25.06.2013

Das große Geheimnis des Scorewerts



In der Schufa®* steht fast jeder. Wahrscheinlich auch Sie. Wer einen Kredit aufnimmt oder einen Vertrag abschließt, muss in aller Regel damit leben, dass seine Daten an die "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung" weiter gereicht werden. Doch wie die die Informationen bewerten, war bislang ein großes Geheimnis. Nun kommt etwas Licht ins Dunkel.

Gute Gründe für den Schufa®*-Eintrag

Die Schufa®* ist zunächst einmal eine nützliche Institution. Bevor beispielsweise ein Kreditinstitut eine umfangreiche Baufinanzierung bewilligt, erkundigt es sich bei der Schufa®* nach dem Antragsteller. Ist der in der Vergangenheit nicht auffällig geworden, stehen die Chancen für die eigenen vier Wände gut. Fiel er dagegen durch schlechte Zahlungsmoral auf, durch wiederholte Kreditanfragen oder eine zu große Schuldenlast, sinken die Chancen auf Geld für den Häuslebauer. Die bislang ungeklärte Frage: Wonach richtet sich die Bewertung durch die Schufa®*? Und welche Faktoren dürfen überhaupt eine Rolle spielen?

Wie wird der Scorewert ermittelt?

Damit die Schufa®* (und andere Auskunftsunternehmen ebenso) den Scorewert ermitteln, werden einerseits persönliche Daten wie der Name, das Geburtsdatum und die Anschrift zu Rate gezogen. Andererseits Girokonten, Ratenkredite und Bürgschaften. Aus den gesammelten Daten wird ein Wert zwischen 1 und 100 errechnet. Dies geschieht durch den Computer. Je näher der Wert der 100 ist, desto besser stehen die Chancen auf einen Kredit. Interessant ist die Frage, wie genau der Scorewert ermittelt wird, denn ob das häufige Nutzen einer Kreditkarte oder auch nur das Betreiben eines PayPal-Kontos Einfluss auf den Wert nehmen, verraten Schufa®* & Co. nicht. Sehr zum Unmut von Verbraucherschützern.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf?

Daten über den Beruf, die Einkommenshöhe oder die Frage, ob ein Antragsteller freiberuflich oder angestellt tätig ist, dürfen bei der Ermittlung des Scorewerts keine Rolle spielen. Birgit Höltgen von der Verbraucherzentrale NRW ist allerdings über eine neue Erkenntnis "gestolpert". Sie berichtet, dass sie durch Zufall erfahren habe, dass nach einem Umzug der Scorewert verändert wird. Wenn Sie also häufiger umziehen oder die neue Wohngegend ein schlechteres Image hat als die, aus der Sie weggezogen sind, kann das einen schlechteren Scorewert zur Folge haben. Für die Verbraucherschützerin ist das nicht akzeptabel, denn der Stadtteil, in dem ein Mensch lebt, kann unmöglich Aussagekraft über die Bonität haben.

Falscher Scorewert durch falsche Einträge

Sie müssen es nicht als gottgegeben hinnehmen, was die Schufa®* über Sie bei sich einträgt. Mehr noch, Sie sollten das nicht tun. Denn nicht alle Daten, die von Ihnen bei der Schufa®* eingetragen sind, entsprechen auch der Wahrheit. Das kann unterschiedliche Gründe haben, für Sie ist jedoch entscheidend, dass nur Daten in Ihrer Datei stehen, der der Realität entsprechen.
Um zu prüfen, ob Ihre Einträge korrekt sind und um Ihren Scorewert zu erfahren, können Sie einmal im Jahr kostenlos eine Selbstauskunft anfordern. Schauen Sie sich die sehr genau an und kontrollieren Sie, ob alles richtig ist. Entdecken Sie einen Fehler, ist die Schufa®* verpflichtet, das zu korrigieren. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie sich nicht nur an die Schufa®*, sondern auch an die Stelle wenden, die den fehlerhaften Eintrag übermittelt hat. Doppelt hält nun mal besser.


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