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Artikel vom 21.02.2020

Cybercrime 2020: Identitätsklau vorbeugen, Schäden begrenzen



Plötzlich nicht mehr gegen Rechnung beliefert? Ware, die unbezahlt verschwindet? Die Schufa®* schätzt den Schaden, den Cyberkriminelle Unternehmen jedes Jahr zufügen, auf über 2,5 Milliarden. Dabei werden Betrüger längst durch Profis unterstützt, die Online-Shops mit eigenen Programmen auf Lücken abscannen. Identitätsdiebstahl lohnt sich: Zeit für deutsche Firmen, aber auch Privatleute, sich zu wappnen.

Darknet: Identitätsdiebstahl und Datenhandel

Es ist so einfach: Im Darknet eine Anleitung zum Identitätsdiebstahl herunterladen - oder eine fremde Identität für niedrige zweistellige Beträge kaufen. Schon ist ein Konto bei einem Online-Versandhändler erstellt, um Bestellungen an einer Packstation abzugreifen. Oder um einen aktiven Account zu kapern, um anschließend unter neuer Lieferadresse zu bestellen. Doch wessen Daten werden genutzt bzw. gehandelt? Jeden kann es treffen, aber bevorzugt Datensätze Verstorbener. Die Gefahr, dabei geschnappt zu werden, ist überschaubar. Denn Staatsanwälte sind überlastet - und die Dunkelziffer nicht angezeigter Vergehen ist hoch.

Firmen steuern gegen: In Frühwarnsysteme investieren

Identitätsdiebstahl im E-Commerce hat sich zum Massenphänomen entwickelt. Tendenz steigend, lautet die Prognose der Auskunftei Crifbürgel. Es trifft alle Branchen. Besonders Kleinhändler, die nicht genug in ihre Sicherheitt investieren, sind im Visier der Betrüger - Hauptsache, die Ware lohnt sich! Hier Zahlungsoptionen von Neukunden zu begrenzen oder Blacklists anzulegen, erweist sich inzwischen als ein Tropfen auf den heißen Stein. In ein effektiveres Frühwarnsystem zu investieren, macht mehr Sinn. Spezielle Dienstleister wie Riskident helfen, Ausmaß und Form von Betrug transparenter zu machen: Nur so kann entsprechender Schutz implementiert werden. Auch Schufa®* und Crifbürgel bieten Onlinehändlern eine Reihe von Leistungen und Schutzangeboten.

Mit Technologielösungen gegen Betrüger vorgehen

Auch der sensible Bereich Payment Services bemüht sich um Betrugsprävention. Seine Dienstleister nutzen Daten von Creditreform®* und Schufa®* im Rahmen von Adressprüfung und Bonitätscheck - eine Bonitätsauskunft nach Art der Schufa®* Selbstauskunft, bis zu ausweisgeprüften Identitätschecks. Namen und Adressdaten - einschließlich Tippfehler - werden daraufhin überprüft, ob sie real oder erfunden sind. Analog dazu wird via Kontonummer kontrolliert, ob bestimmte Daten zur Bankverbindung passen. Darüber hinaus können Verstorbenen-Informationen der Schufa®* Bestellungen auf den Namen eines Toten einen Riegel vorschieben. Außerdem tritt Identitätsüberprüfung an, Geldwäsche zu verhindern. Wie das geht? Crifbürgel, Zusammenschluss aus Auskunftei Bürgel®* und Crif Deutschland, bietet seit 2017 Technologielösungen im Kontext Betrugsprävention an. Beispielsweise, indem man Geräte, über die geordert oder ein Kreditantrag gestellt wird, bewertet - mit Typ, Tastatursprache und Standort: Wurde bereits damit betrogen, gibt es ein Verhaltensmuster? All dies passiert in Echtzeit.

Wie sicher sind meine Daten? Das können Privatleute tun

Privatleute sollten selbst Lücken schließen - nicht zuletzt durch komplexere E-Mail-Passwörter. So kann verhindert werden, dass sich Scripte mit gängigen Passwortideen auf die Suche danach machen. Denn auch E-Mail-Adressen werden im Darknet angeboten. Cybercrime 2020 ist gut organisiert und vernetzt. Nach Aussage von Dienstleister Risk Ident, das Unternehmen zu intensiverer Vernetzung rät, um Schäden zuvorzukommen, wird das generelle Ausmaß von Cybercrime leider stark unterschätzt. So bietet die Wirtschaftsauskunftei Crif Bürgel®* seinen Service auch für Privatnutzer an, die die illegale Weitergabe persönlicher Informationen wie Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder Kontodaten verhindern möchten. Dazu lässt der Kunde seine Daten - oder auch die seiner Kinder - registrieren, inklusive gezielter Suchparameter, die sich nach Wunsch fortlaufend anpassen lassen.

Was ist über mich gespeichert? Selbstauskunft anfordern

Jetzt läuft die Dienstleistung an; das Monitoring prüft auch im Darknet. Wird Crif Bürgel®* fündig, informiert man sofort dazu. Betroffene können sich an der hauseigenen Hotline beim weiteren Vorgehen beraten und unterstützen lassen. Welche Informationen Auskunfteien wie Schufa®* oder Crif Bürgel®* gespeichert haben, lässt sich per Selbstauskunft gem. §34 BDSG erfahren. Verdacht auf Identitätsdiebstahl? Privatleute können sich auch an das Deutsche Schutz Portal (DSPortal) wenden - wo man sich ebenfalls für Betrugsprävention engagiert.


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