Artikel vom 29.08.2016

Mehr Sicherheit vor Datenmissbrauch durch regelmäßige Kontrolle



2014 erließ der Bundesgerichtshof ein Urteil, das es der SCHUFA Auskunftei weiterhin erlaubt, die verwendete Rechenformel geheim zu halten. Renate Künast stieß nach diesem für viele enttäuschenden Urteil an, beispielsweise durch eine einmal jährlich automatisch versendete SCHUFA Selbstauskunft zumindest auf diesem Wege für mehr Transparenz zu sorgen. Durchgesetzt hat sich dies bisher nicht. Nach wie vor besteht lediglich die Möglichkeit, eine solche Selbstauskunft zu beantragen - und auch das ist nur einmal jährlich kostenfrei.

Dabei wäre mehr Transparenz und eine häufigere Kontrolle der gespeicherten Daten durchaus wichtig, wie auch der SCHUFA Kredit-Kompass 2016 zeigt.

Datenmissbrauch ist keine Seltenheit

Online Einkäufe, die gar nicht vorgenommen wurden. Unerklärliche Ausgaben auf der Kreditkarte. Fremde Zugriffe auf das eigene Girokonto. - Laut SCHUFA Kredit-Kompass 2016 ist ein derartiger Datenmissbrauch keine Seltenheit und durchaus nicht nur auf das Online Shopping begrenzt. Auch vermeintlich sichere Zahlungsmethoden zeigen sich allein nicht in jedem Fall als wirksame Vorbeugung.
Geht der Datenmissbrauch gar bis zum Identitätsdiebstahl, kann das erhebliche, negative Folgen für Sie haben, denn oftmals bleibt er lange Zeit unbemerkt. Häufig fällt er sogar erst dann auf, wenn nicht nur in Ihrem Namen durch Fremde eingekauft, sondern dabei auch Schulden aufgebaut wurden. Schulden, die als SCHUFA Einträge nun möglicherweise die Gewährung eines Kredits oder den Abschluss eines Vertrags verhindern. Denn: Die SCHUFA kann im Normalfall nicht unterscheiden, ob Sie selbst eine geringe Zahlungsmoral haben oder Opfer eines anhaltenden Datenmissbrauchs geworden sind.

Kontrolle und Möglichkeiten für mehr Sicherheit

Bedeutend mehr Kontrolle erreicht, wer jährlich die kostenfreie Selbstauskunft in Anspruch nimmt. Zusätzlich kann die eine oder andere böse Überraschung dadurch vermieden werden. Zumindest ist es möglich, den Datenmissbrauch zeitnah zu erkennen. Das wiederum erleichtert es, auch schnell zu handeln. Zudem haben Sie so die Übersicht über alle Einträge, ob diese schlicht fehlerhaft sind oder fremdverschuldet - die Aufklärung wird dadurch erheblich vereinfacht.
Zudem können Sie selbst auch auf anderen Wegen Ihr Risiko verringern, Opfer von Identitätsdiebstahl zu werden:

-Je weniger Konten und Kreditkarten Sie haben, desto einfacher ist die Übersicht und umso geringer ist das Risiko. Kontrollieren Sie Kontoübersichten am besten wöchentlich und haken Sie bei Auffälligkeiten sofort nach. Ganz nebenbei wird die geringere Anzahl von Karten und Konten durch die SCHUFA besser bewertet, kann also zu einem höheren Score führen.
-Fordern Sie die Selbstauskunft jährlich an, auch wenn diese aktuell weder für einen Vertrag noch Kredit benötigt wird.
-Nutzen Sie sichere Zahlungsmöglichkeiten, wie PayPal oder Rechnung.
-Investieren Sie in Internetsicherheit, durch Firewall, Verschlüsselung und Sicherheitsprogramme.

Selbst wenn Sie alle Punkte befolgen, gibt es keine Garantie. Die dadurch erreichte Kontrolle und Transparenz erhöht die Sicherheit jedoch wirksam und kann verhindern, dass Ihnen nachhaltig geschadet wird.

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